Parallels Business Solutions – Windows auf dem Mac nutzen

Seit einigen Jahren benutze ich nun schon einen Mac. Dennoch bleibt es nicht aus, dass man auch mal eine Windows Anwendung testen will. Da gibt es dann natürlich die Lösung sich Windows via OS X Bootcamp extra zu installieren und dann separat beim Start zu mounten – oder man nimmt gleich einen zweiten Notebook. Will man das ganze aber etwas eleganter lösen und Windows ohne lästigen Neustart und vor allem parallel zu OS X nutzen, kommt man nicht an einer sog. Virtualisierungs Software (“Virtuel machine”) vorbei. Dafür gibt es zwei bekannte Lösungen derzeit auf dem Markt. VMware Fusion und Parallels Desktop. Letztere Softwarelösung durfte ich vergangenen Monat testen.

Installation

parallels-professional-macInstalliert wurde die Parallels Desktop Enterprise Edition für Mac auf meinem MacBook Pro Retina. Dies ist eine etwas erweiterte Version der normalen Parallels Desktop Version und vor allem für Unternehmen gedacht. Im rechten Screenshot könnt ihr die Features der Versionen entnehmen.

windows-installieren

Windows installieren

Die Installation der Software verlief ohne Probleme – nicht mal ein Neustart war erforderlich. Danach muss nun natürlich noch ein Betriebssystem installiert werden. In meinem Fall habe ich Windows 7 direkt aus einer .iso Datei heraus installiert (Windows 8 wird natürlich auch unterstützt). Eine wichtige Frage, die vor der Installation gestellt wird, ist wie man den Mac nutzen will. Hier gibt es zwei Optionen: “Wie ein Mac” oder “Wie ein PC”. Bei “Wie ein Mac” werden die Windows Fenster in Mac OS X integriert und z.B. dies selben Dokumentenordner verwendet. Wählt “Wie ein PC” erscheint das komplette Windows in einem eigenen Fenster. Auswahlhilfe gibt es hier. Ich habe mich für “Wie ein PC” entschieden. In ca 15 Minuten war Windows 7 komplett installiert.

Hier ein Screenshot der Windows Oberfläche:

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Man hat also ein eigenes Windows Fenster und kann dies ganz normal bedienen und Programme installieren. Interessant ist auch die Symbolleiste rechts unten. Hier kann man einstellen, auf welche Systemgeräte/-verbindungen Windows zugreifen darf. Man kann z.B. einstellen, dass Windows kein Zugriff auf das Internet hat. Ebenso kann man hier Geräte wie USB-Sticks steuern. Beim Anschließen solcher Geräte wird automatisch gefragt ob man den Stick auf dem PC oder Mac nutzen will. Verschiedene Programme wie Google Chrome oder Openoffice konnten als Test problemlos installiert werden. Man hat hier wirklich ein voll-funktionsfähiges Windows vor sich. Wichtig sind noch die Hardwareanforderungen. Man sollte hier auf jeden Fall für beide Systeme genug Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen. In meinem Test hatte ich Windows 4GB eingeräumt und es kam nie zu einem Problem.

Hardwareanforderungen

Hardwareanforderungen

Für Unternehmen interessant

Für Unternehmen bietet die Enterprise Edition viele weitere Vorteile. So können zum Beispiel für Mitarbeiter verschiedene virtuelle Maschinen aufgesetzt werden und auch zeitlich begrenzt werden. So hat die IT alles im Griff und kann den Mitarbeitern auch nur bestimmte Rechte vergeben. Parallels hebt hier besonders die Unterstützung für den Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) hervor. Dieser kann mit der Vollversion ebenfalls gesteuert werden.

Fazit

Ich vermeide so oft es geht den Einsatz von Windows. Wer aber hingegen oft auf Windows bzw. neuste Windows-Programme angewiesen ist, für den ist eine virtuelle Maschine wie Parallels Desktop sehr empfehlenswert. So kann man ohne lästigen Neustart parallel zum OS X Betrieb Windows nutzen und Dateien bequem per Drag&Drop hin und her bewegen. Für Privatanwender würde ich sagen, reicht die Standard Edition völlig – Unternehmen sollten je nach Größe zur Enterprise Edition greifen. Preislich gibt es die Desktop Version ab 80 Euro zu kaufen, für die Unternehmensversion werden individuelle Preise angesetzt.
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